Veröffentlicht am 27.06.2022

Nun ist es amtlich: Das offizielle Kostüm des diesjährigen Hessentagspaars erstrahlt in Ultramarin und Krapprot. Am vergangenen Freitag wurde die Tracht feierlich präsentiert.

Paola Pulido Sierra und Simon Schmitz tragen zum ersten Mal das Kostüm für den Pfungstädter Hessentag. Angelehnt an die Geschichte der Stadt ließ die Designerin viele Details einfließen. Zwar gibt es keine traditionelle Pfungstädter Tracht; dennoch nimmt vor allem das Kostüm des männlichen Parts Bezug auf die Mühlenmänner des damaligen Pfungstadts. Das sagt Anette Möhrle-Borsutzky über Ihren Entwurf: „Das Konzept der Trachtkleidung ist, das in Pfungstadt entwickelte Ultramarinblau und das Krapprot sichtbar zu machen. Im Jackenausschnitt der Dame und beim Jackett des Herrn am Revers ist der Giebel des historischen Rathauses abgebildet.“

Pfungstadt ist bunt: Ultramarinblau und Krapprot

Die Pfungstädter Ultramarinfabrik wurde 1845 gegründet, nachdem es Wilhelm Büchner gelang, eine vereinfachte Produktionsweise für Ultramarin zu entwickeln. Neben dem satten Blau erzeugten die zahlreichen Mühlen das unverkennbare Krapprot – Farben, die sich nicht nur im Wappen der Stadt, sondern nun auch im Kostüm zum Hessentag 2023 wiederfinden.

Professionelle Beteiligung aus Pfungstadt

Sowohl bei der Gestaltung als auch dem Nähen des Kostüms konnte die Stadt Pfungstadt sich auf die Mitwirkung der Bewohnerinnen verlassen. Anette Möhrle-Borsutzky, Künstlerin und Architektin im Bauamt Pfungstadt sowie die Schneiderinnen der „Schneiderhütte“ in der Eberstädterstraße leisteten hervorragende Arbeit und kreierten ein echtes Pfungstädter Unikat.

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